Sommerfest der Station Natur und Umwelt und Führung im Waldpädagogischen Zentrum
(WPZ) und Arboretum Burgholz
Am 13.06.2026 war einiges zu tun für den Gelpe-Verein, weil parallel das Sommerfest der Station Natur und Umwelt und die Führung im Waldpädagogischen Zentrum (WPZ) und Arboretum Burgholz stattfanden. Deshalb hat sich der Vorstand kurzerhand aufgeteilt. Lothar Stücker und Ralf Markert haben bei der Station Natur und Umwelt dem stürmischen Wind getrotzt und interessierten Besucher:innen etwas zur Erhaltungs- und Schutzwürdigkeit des Gelpetals und den diesbezüglichen Zielen des Gelpe-Vereins erzählt. Für die Stempelrallye der Kinder hatten die beiden eine Frage zu den Vogelarten im Gelpetal vorbereitet, die allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat. Aus Vereinssicht war es eine gelungene Veranstaltung, die uns viel Freude bereitet hat.


Bei der parallelen zweiten Veranstaltung wurden die beiden Vorstandsmitglieder Stefan Mager und Eva Leim sowie die anderen Gäste zunächst im WPZ von den beiden Wald und Holz-Rangern Henning Krüger und Tim Wever begrüßt. Nach einer kurzen Einführung ging es in den Wald. Dort durften die Beteiligten erstmal die Rinde eines Mammutbaumes anfassen und so verstehen, wie diese Baumart es in ihrer Heimat in den westlichen USA schafft, selbst verheerende Waldbrände unbeschadet zu überstehen. Ein kleines Stück weiter im Wald hatten die gepr. Natur- und Landschaftspfleger sowie Baumkontrolleure bzw. Sonderpädagogen ein Stück Wald mit Flatterband abgegrenzt, um zu zeigen wieviel Waldfläche pro Einwohnenden jeder Einzelperson theoretisch zur Verfügung steht (Spoiler: nicht wirklich viel) und weshalb es so wichtig ist, dieses kleine Stück zu schützen. Im Arboretum wurden die bereits vor 50 Jahren im Rahmen von Pflanzversuchen gesetzten Baumarten (z.B. Mammutbaum, Hemlocktanne etc.) mit Blick auf ihre potenzielle Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel näher betrachtet. Weiter ging es zu einer geschützten Kalamitätsfläche, anhand derer uns die zum Teil viele Jahrzehnte bis Jahrhunderte dauernde (Wieder-)Besiedelung erläutert wurde, die heimische Baumarten benötigen, um sich nach den menschgemachten, viel zu klimaanfälligen und deshalb zerstörten Monokulturen mit Fichten wieder anzusiedeln. Die vorhandenen Pionierpflanzen wurden gezeigt und es wurde erklärt, was sie jeweils für die Fläche bedeuten und wie die weitere Besiedelung vonstatten geht. Anschließend wurde anhand von illegalen Mountainbiketrails gezeigt, wie die dadurch entstehende Bodenverdichtung eine Ansiedelung neuer Sämlinge verhindert bzw. diese durch Überfahren eingehen, wie dies zur Erosion von umliegenden Flächen beiträgt und es deshalb so wichtig ist, nicht abseits der Wege zu fahren. Auf dem Rückweg wurde über den Umgang mit invasiven Tier- und Pflanzenarten gesprochen, die häufig Gewinner des Klimawandels sind und dadurch zusätzlich zu den Problemen durch erhöhte Temperaturen eine Verdrängung von heimischen Arten begünstigen. All das wurde durch die beiden Ranger fundiert, sehr freundlich und geduldig erklärt. Angetroffene Mountainbiker wurde nicht belehrend gemaßregelt, sondern auf Einsicht ausgelegt freundlich angesprochen. Abschließend gab es im WPZ noch ein Spiel, bei dem die Teilnehmenden auf einer Weltkarte interaktiv schätzen sollten, wie die Bevölkerungszahlen, der Energie- und Ressourcenverbrauch, der CO2-Ausstoß und die Umweltverschmutzung verteilt sind. Wir bedanken uns sehr bei den Rangern Henning Krüger und Tim Wever für eine tolle und interessante Führung. Auf die vielen interessanten Veranstaltungen im WPZ sei an dieser Stelle verwiesen.

