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Die Gelpe

Das Gelpetal ist das Bergische Land im Kleinformat, mit offenen Wiesen- und Weideflächen auf den Höhen, steilen bewaldeten Talhängen und einer mosaikartigen Tal-Aue aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, Brachflächen und Auwäldern und -wiesen.

Gelpe und Saalbach sind heute sehr naturnahe Fließgewässer. Das war nicht immer so.

In der Vergangenheit wurde die Wasserkraft zum Antrieb der Schleifkotten und Hämmer genutzt. So wurde Wuppertal eines der frühesten Industriegebiete des Kontinents. Entlang des Industriegeschichtspfad Historisches Gelpetal kann man diese Historie noch erwandern. Der Lehrpfad hilft, in Teichen und Bodendenkmälern die Reste von Hämmern und Kotten zu entdecken. Der Steffenshammer zeigt die historische Technik samt Wasserrad in Aktion. (Übersichtsplan jeweils am Haus Zillertal und an der Ronsdorfer Talsperre.)

Die vorindustrielle Verarbeitung von Metall wurde im Gelpe- und Saalbachtal schon früh betrieben.

Seit dem 16. Jahrhundert sind Schleifkotten und Hammerwerke belegt, die sich wie an einer Perlenschnur entlang der Bäche aneinanderreihten und die lange Tradition des Metallhandwerks der Region begründeten. Auf dem Wanderweg informieren Schilder über die Geschichte. Wer sich vorbereiten will, dem sei das Buch „Hämmer- und Schleifkotten im Gelpetal“ von Egon Viebahn empfohlen.

Der gesamte Landschaftsraum Gelpetal ist einer der wichtigsten Erholungsschwerpunkte in Wuppertal. Gelpe- und Saalbachtal sind im Landschaftsplan als Naturschutzgebiet festgesetzt und als Flora-Fauna-Habitat (FFH) gesichert: „Es handelt sich um ein ausgesprochen abwechslungsreiches Talsystem, das durch ein Mosaik aus Fettwiesen und -weiden, Nassgrünland, meist feuchten Grünlandbrachen, Quellfluren, Auenwälder und Röhrichte geprägt wird. Die Fließgewässer weisen weitgehend einen natürlichen Verlauf und eine steinige Sohle auf. An den Hängen erstrecken sich naturraumtypische Laubwaldbestände.“

Quelle: http://www.wuppertals-gruene-anlagen.de/naturerlebnisse/gelpe/